Die Möglichkeiten sich magisch zu schützen sind beinahe unbegrenzt. Trotzdem empfiehlt sich ein sparsamer Umgang, da jeder Mensch das Bestreben hat unangenehmen Situationen auszuweichen. Dieses Bestreben als Vermeidungsverhalten zu verstärken und zu unterstützen ist nicht Sinn und Zweck magischen Schutzes. Außerdem - es hat immer Konsequenzen, wenn man sich lange Zeit einer Kraft gegenüber verschließt. Möglicherweise findet man Erleichterung durch das Ausgrenzen angsterzeugender Energien und Situationen. Anfangs ist auch das daraus resultierende Ungleichgewicht sicher nicht zu bemerken. Später fällt einem dann jedoch unvermutet alles auf den Kopf. Was allerding nicht mit der in esoterischen Kreisen üblichen Meinung, die "böse, schwarze Magie" falle stets auf ihren Verursacher zurück konform geht. Es gilt viemehr: "To ignore a god, is to invoke a demon" . Es ist kein Problem, sich für einen festgelegten Zeitraum einem Spezialgebiet zu verschreiben, oder ein extremes Ritual durchzuführen, doch insgesamt sollte der Magier darauf bedacht sein, aus seinem Hara (seiner inneren Mitte) heraus zu agieren und diesen Zustand durch eine gewisse Ausgeglichenheit der magischen Arbeiten zu unterstützen - das ist der einzige "gesunde" Dauerschutz.

 

4.2 Schutz und Angriff

Magischer Schutz, wozu?

Die Bedeutung der Schutzrituale ist mehrfacher Art. Der Magier oder Schamane benutzt diese Rituale um sich während der Arbeit vor äußeren Enflüssen, oder vor Fremdbeeinflussung und magischen Angriffen zu schützen. Gleichzeitig, und das ist mindestens genauso wichtig, setzt er ein äußeres Zeichen für den Eintritt in einen veränderten Bewußtseinszustand, bzw. für den Wiedereintritt in das Alltagsbewußtsein". Die oftmals zitierten Gefahren magischer Aktivitäten liegen meines Erachtens zu einem Gutteil an der Tatsache, daß Praktizierende nicht rechtzeitig erlernen, ihr "magisches-" von ihrem "Alltagsbewußtsein" abzugrenzen. Wenn ich Pan rufe, aber nach dem Ritual nicht banne, darf ich mich nicht wundern, wenn er mich tänzelnd begleitet und (vielleicht auch auf meine Kosten) - tierisch viel Spaß haben will. Darum überlege man besser mehrmals, ob man zum Beispiel die Bannung am Schluß einer Übung oder eines Rituals durch "bannendes Lachen" ersetzt, oder überhaupt ausfallen läßt.

Während Schutzmagie immer als "gut, positiv, lebensbejahend" gesehen wird wird oft übersehen, daß Verteidigung immer Teil der Disziplin des Krieges war. Ebensowenig wie es eine rein auf Verteidigung ausgerichtete

Kriegskunst geben kann, kann es keine Schutzmagie geben, die ihre Augen vor Schadens- oder Todeszauber verschließt. An dieser Stelle möchte ich betonen, daß nicht nur die Riten für Schutz und Angriff, sondern alle meine Anleitungen und Rituale als Beispiele und Möglichkeiten der magischen Arbeit gedacht sind. Für die tatsächliche Durchführung, gewünschte und unerwünschte Wirkungen und Nebenwirkungen zeichnet ausschließlich der Magier in seiner Eigenverantwortlichkeit.

Es gibt ganz einfache Schutzrituale, wie die IAO - und die OMNIL - Formel, oder verschiedene "klassische" Bannungsrituale, wie das kleine bannende Pentagrammritual, oder das Gnostische Pentagrammritual. In besonderen Fällen, ist es immer gut zu besonderen Mitteln zu greifen. (Ritus des Tempelwächters) Auch hier empfiehlt es sich, persönliche Rituale für Schutz und Angriff zu entwickeln. Mit den Elementen finden Sie ein einfaches System, mit dem Sie Ihre Verhaltensweisen prüfen, die Energien differenzieren, und schließlich zu lenken lernen.

 

 

 

Die IAO - Formel

1) Visualisieren eines vertikalen Energiestrahls durch den Körper

Gleichzeitige Intonation von "I"

2) Visualisation eines horiontalen Energiestrahls durch die seitlich

ausgestreckten Arme - Intonation von "A"

3) Visualisation einer Energiekugel um den Körper (Armstellung o)

Intonation von "O"

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IAO - und die OMNIL - Formel,  Gnostische Pentagrammritual Ritus des Tempelwächters

 

 

 

 

Die OMNIL - Formel

 

omnis = Alles nihil = Nichts

"Was ist das Wichtigste von allem?"
"Gott."
"Was ist wichtiger als Gott?"
"Nichts ist wichtiger als Gott."
"Dann lasse das Nichts vor Gott kommen."

William Gray

Mit dieser Formel kann man sich äußerst schnell auch im Alltag "mitten", da die Formel nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Man beginnt, indem man sich auf das Überpersönliche über und das Leben unter sich besinnt, die Aufmerksamkeit zuerst in sich selbst konzentriert und dann in Form eines Lichtstrahls oder eines Stabes nach außen projeziert. Mit Hilfe dieser Form projeziert man Schritt für Schritt:

1) Blickrichtung Osten (Norden)

2) Ziehen eines Kreises (waagrecht) mit zentriertem Bewußtseinsstrom

- NULL DER ZEIT

3) Ziehen eines lateralen Kreises (vom Scheitelpunkt nach rechts)

- NULL DES RAUMS

4) Ziehen eines Kreises (vertikal vom Scheitelpunkt nach vorn)

- NULL DER EREIGNISSE

Im Idealfall werden alle Kreise gleichzeitig mental gezogen.

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IAO - und die OMNIL - Formel,  Gnostische Pentagrammritual Ritus des Tempelwächters

 

 

 

 

 

Gnostisches Pentagramm Ritual

 

1 - Visualisation eines Energiestrahls, der von oben

bis zum Scheitelchakra gezogen wird. Gleichzeitige

Intonation von: "I" (Vibration im Kopf)

2 - Visualisation des Energiestrahls bis zum Halschakra.

Intonation von: "E" (Vibration in der Kehle)

3 - Visualisation des Energiestrahls bis zum Herzchakra.

Intonation von "A" (Vibration im Brustbereich)

4 - Visualisation des Energiestrahls bis zum Solarplexus.

Intonation von "O"

(Vibration im Magen- Bauchbereich)

5 - Visualisation des Energiestrahls bis zum Genitalbereich.

Intonation von "U"

(Vibration im Damm und Unterbauch)

Die Vokale werden jeweils für einen Atemzug intoniert.

6 - Wiederholung der Punkte 5,4,3,2,1 um sich wieder zum

Kopf emporzuarbeiten.

7 - Intonation von "IEAOU" auf einen Atemzug, wobei mit

der ausgestreckten Hand ein Aufrechtstehendes Pentagramm in die Luft

gezogen, und kräftig visualisiert wird.

8 - Nach einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn

wird Pkt. 7 wiederholt. So fährt man fort, bis in alle

vier Himmelsrichtungen Pentagramme gezogen

wurden, und man sich wieder in der Ausgangsstellung befindet.

9 - Wiederholung der Punkte 1-6.

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IAO - und die OMNIL - Formel,  Gnostische Pentagrammritual Ritus des Tempelwächters

 

 

 

 

 

Ritus des Tempelwächters

In diesem Ritus stellt der Magier einen Tempelwächter her, dem die Aufgabe übertragen wird, alle vom Magier ungewollten Einflüsse abzuwehren. Zum Unterschied von anderen schutzmagischen Riten wird hier jeder Angriff nicht nur abgewehrt, sondern vervielfältigt und an den Absender zurückgeschickt

Ritualaufbau:

Altar mit schwarzem Tuch
schwarze Kerze
Spiegel und Hammer
Schwert
schwarze Masken
Ton

Vorbereitung:

Vor Beginn des eigentlichen Rituals formt jeder Teilnehmer einen Tempelwächter aus Ton. Das sollte in wenigen Augenblicken geschehen, wobei die Augen geschlossen bleiben und jeder Teilnehmer die Konzentration auf sich selbst richtet, da die Figur den Magier selbst darstellen soll.

Ritualablauf:

Die Tempelwächter werden am Altar rund um den Spiegel und das Schwert aufgestellt.

Gnostische Bannung

Unter Abspielen unheilvoller Musik gehen die Teilnehmer im Kreis, während sie Gesichter, Fratzen und anstürmende Winde außerhalb des Kreises visualisieren.

Danach treten zwei Magier ( mit schwarzen Masken) aus dem Kreis, und stellen sich zu beiden Seiten des Altars auf, wobei der eine sein Schwert auf den anderen richtet und dessen Worte - gleich einem Echo -reflektiert.

Die übrigen Teilnehmer richten die ausgestreckten Hände auf den auf dem Altar liegenden Spiegel und visualisieren jede Art der Reflektion. Dabei atmen sie anfangs ruhig und tief, und steigern sich während der Rezitation der Anrufung zu ekstatischer Hyperventilation.

Mit Echo:

DER SCHLECHTE MENSCH
DER SCHLECHTE GOTT
DER SCHLECHTE DÄMON
DER DÄMON DER WÜSTE
DER DÄMON DES BERGES
DER DÄMON DER SEE
DER DÄMON DES SUMPFES
DER SCHLECHTE GENIUS
DIE UNGEHEUERLICHE LARVE
DIE SCHLECHTEN WINDE
DIE BRUT DER SCHLECHTEN DÄMONEN

VON DIR GESENDET
VON DIR - DER BILDNISSE FORMT
VON DIR - DER ZAUBERSPRÜCHE SAGT
VON DIR - DER SCHLECHTE GEDANKEN HEGT

BÖSES AUGE
BÖSER MUND
BÖSE ZUNGE

Dieser Spiegel reflektiert -
möge er deine schändlichen Zaubereien
tausendfach auf dich zurückwerfen -
auf daß sie dich ersticken.

Siede, siede, brenne, brenne -
brenne ob deiner eigenen Niedertracht.
Friere, friere, erstarre, vergehe -
vergehe ob deiner eigenen Kälte.
Der Dämon Choronzon zerfleische dich!

Unterstützt uns, ihr alten und ihr neuen Götter -
unterstützt uns, ihr Herren der Elemente -
ihr Herren des Himmels und der Erde.

Die Kraft unserer Magie wird triumphieren!

ZASAS ZASAS NASATANATA ZASAS

Bei den letzten Worten zerschlägt der Magier mit dem Hammer den Spiegel. ( Eventuell kann im selben Moment Schießbaumwolle in das Räuchergefäß geworfen und ein Gong heftig angeschlagen werden.) Alle Teilnehmer lassen sich auf den Boden fallen und bleiben einige Zeit regungslos liegen. Danach nimmt jeder einen Splitter des Spiegels und drückt ihn auf seinen Tempelwächter.

Danksagung und Entlassung

Gnostische Bannung - LACHEN

Im Folgenden ist der Tempelwächter auf dem Altar des Magiers , oder einem anderen, vor fremdem Zugriff sicheren Ort aufzustellen.

Anmerkungen:

*) Als Räucherwerk bieten sich alle scharfen, brennenden und übelriechenden Mischungen an.

*) Da der Wächter (ähnlich einem Blitzableiter) die für den Magier bestimmten Energien anziehen soll,empfiehlt es sich, ihn vor dem Ritual auszuhöhlen und mit Haaren, Haut und Körpersäften zu imprägnieren, um eine magische Verbindung zwischen dem Magier und dem Tempelwächter zu schaffen.

*) Da dieses Ritual seiner Konzeption nach eher kurz ausfallen wird, ist es besonders wichtig von Anfang an mit größtmöglicher Konzentration zu arbeiten. Auch die Hyperventilation ist sehr rasch zu steigern, um der Spiegelreflektion möglichst agressive Kraft zu geben.

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IAO - und die OMNIL - Formel,  Gnostische Pentagrammritual Ritus des Tempelwächters